


Apotheken gibt es eigentlich in jedem Ort. Der Apotheker kann in vielen Fällen die richtigen Medikamente empfehlen. In den größeren Städten gibt es meist auch Apotheken, die Notdienst mit 24-Stunden-Service anbieten.
In den größeren Städten gibt es Krankenhäuser, in denen deutsch- oder englischsprachige Ärzte arbeiten. Staatliche Einrichtungen akzeptieren normalerweise Auslandskrankenscheine der Krankenkassen. Private Ärzte muss man dagegen gewöhnlich in bar bezahlen. Lassen Sie sich dafür eine gut lesbare Quittung ausstellen, die Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen können (deutsch oder englisch). Allerdings übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen oft nur bestimmte Behandlungskosten.
Das Leitungswasser ist trotz Einsatz von Chlor bakteriell verunreinigt. Trinken Sie daher auf keinen Fall Leitungswasser, sondern statt dessen das in Flaschen abgefüllte Trinkwasser.
Offizielle Feiertage sind der 1. Januar (Neujahr), der 23. April (Unabhängigkeitstag und Tag der Kinder), der 19. Mai (Gedenken an Atatürk, Jugend- und Sporttag), der 30. August (Nationalfeiertag) und der 29. Oktober (Gründungstag der türkischen Republik). Die wichtigsten religiösen Feiertage sind das Opferfest (12. Februar 2003), der Beginn des Ramadan (27. Oktober 2003) und das Zuckerfest (25. November 2003), mit dem der Ramadan endet. Besonders sehenswerte Veranstaltungen sind die Kamelkämpfe in Selcuk (3. Wochenende im Januar), das Internationale Musik- und Folklorefestival in Silifke (Mai), das Internationale Jazzfestival in Antalya (Mai), das Aspendos Opern- und Ballettfestival im antiken Theater von Aspendos (Juni/Juli), die Wettkämpfe der Ölringer in Edirne (Mai/Juni), die Feierlichkeiten zu Ehren von Haci Bektas Veli in Hacibektas (August), das Nikolausfest in Demre (Dezember) und die Derwischtänze in Konya (Dezember).
Die Landeswährung der Türkei heißt türkische Lira (TL). Es gibt Geldscheine im Wert von 50.000, 100.000, 250.000, 500.000, 1 Million und 5 Millionen Lira. Euro- und Travellerschecks werden von Banken in den Urlaubsregionen akzeptiert, Wechselstuben haben während der Hochsaison oft bis Mitternacht geöffnet.
Die Banken haben Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet. Kreditkarten werden im Allgemeinen akzeptiert. Mit einer Kreditkarte kann man an Geldautomaten der Banken zu jeder Tageszeit Bargeld abheben. Die Wechselgebühren für den Bargeldtausch in Banken und offiziellen Wechselstuben können mitunter recht hoch sein, wobei Wechselstuben gewöhnlich etwas günstiger als Banken sind.
In den Touristenorten kann man jedoch auch in vielen Geschäften zu einem fairen Kurs Geld tauschen. Es ist daher zu empfehlen, dass man einige 100 Euro in bar mitnimmt, die man dann bei Bedarf umtauscht. Damit ist man am flexibelsten. Eher unüblich sind hingegen Traveler Cheques, die nur in Banken oder Wechselstuben zu Bargeld getauscht werden können. Vom Geldwechsel in Deutschland ist unbedingt abzuraten, da die Banken hier wegen der anhaltend hohen Inflation sehr schlechte Kurse stellen.
Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährungen ist unbegrenzt möglich, größere Summen in Fremdwährungen sollten aber bei den türkischen Behörden deklariert werden. Die Landeswährung darf im Gegenwert von maximal US$ 5.000 ausgeführt werden, Fremdwährungen bis zur Höhe des deklarierten Betrags.
Vizekonsulat als Außenstelle des Generalkonsulats Izmir
Yesilbahce Mah.
Pasakavaklari Cad., 1447 Sok., Gürkanlar Apt., Kat.5/14
07050 Antalya
Tel. 0090 / 242 / 322 94 66 und 312 25 35
Die Türkei misst 814.578 qkm. Der Bosporus und die Dardanellen-Meerenge trennen den europäischen vom asiatischen Teil. Vier Meere – das Schwarzmeer, das Marmarameer, die Ägäis und das Mittelmeer – umspülen die Türkei. Die Gesamtlänge der türkischen Küste beträgt 8.333 km. Die anatolische Halbinsel, die von zahlreichen Flüssen und Seen durchzogen wird, steigt gen Osten stetig an. Zu den bedeutendsten Flüssen zählen der Tigris und der Euphrat. Der in 1.646 m Höhe gelegene Van-See (3.675 qm) ist der größte Binnensee des Landes. Parallel zur Küste des Schwarzmeers erstreckt sich die nordanatolische Bergkette, parallel zur Mittelmeer-Küste das Taurusgebirge. Höchster Berg der Türkei ist der Ararat mit 5.165 m, längster Fluss der Kizirmak mit 1.150 km. Istanbul, Ankara, Izmir, Adana, Bursa und Antalya sind die größten Städte. Ankara ist die Landeshauptstadt.
Handeln ist in der Türkei üblich. Das gilt jedoch nicht in Kaufhäusern und Supermärkten. Auch auf Märkten, auf denen die Bauern aus der Umgebung ihr Gemüse verkaufen, wird grundsätzlich nicht gehandelt. Aber bei Schmuck, Textilien, Teppichen und touristischen Souvenirs, kurz: Bei allen Waren, die nicht für das tägliche Leben benötigt werden, darf gefeilscht werden. Wichtig: Bei Führungen und längeren Taxifahrten sollte der Preis bereits vor Inanspruchnahme der Dienstleistung ausgehandelt werden!
Die Geschäfte öffnen morgens gegen 8 oder 9 Uhr, manchmal auch einfach etwas später. Dafür bleiben die meisten Läden bis in die späten Abendstunden geöffnet, in den Urlaubsorten teilweise bis 22.00 Uhr oder länger.
Der wöchentliche Ruhetag ist der Sonntag. Behörden sowie kleinere Poststellen und Bankfilialen sind montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 und 13.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Geschäfte in ländlicheren Gebieten sind von 9.00 bis 13.00 und von 14.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Museen sind in der Regel dienstags bis sonntags von 9.00 bis 16.30 Uhr geöffnet.
In der Türkei wird eigentlich weniger gestohlen, als in anderen Urlaubsländern, da Diebstahl mit dem Glauben der Moslems nicht vereinbar ist und traditionell sehr hart bestraft wurde. Allerdings gibt es natürlich Ausnahmen, vor allem in den Städten.
Zu Taschendiebstählen kommt es besonders dort, wo viele Menschen zusammen sind (z.B. auf dem Bazar). Aber auch am Strand muss man auf seine Sachen achten. Führen Sie nicht mehr Bargeld mit als nötig. Wertsachen sollten Sie im Hotelsafe aufbewahren. Wenn Kreditkarte oder Schecks weg sind, sollten Sie diese sofort sperren lassen und dann umgehend die Polizei benachrichtigen. Auch wenn man seinen Pass verloren hat, muss man sich schnell bei der Polizei melden, damit für die Rückreise bei der Auslandsvertretung Ersatzpapiere ausgestellt werden können.
Oft kommt es vor, dass man bei den Preisen übers Ohr gehauen wird. Daher sollte man immer erst einmal die Preise vergleichen, dann beim Preis handeln und nicht an Beteuerungen hinsichtlich der Echtheit von Keramikfiguren als antike Stücke glauben.
Wie in Deutschland hat man auch in der Türkei eine Stromspannung von 220 V / 50 Hz. Zusätzliche Adapter sind also nicht notwendig.
Eine sehr beliebte und günstige Alternative zum Taxi sind die Dolmus-Taxen.
Münz- und Kartentelefone sind in der Türkei flächendeckend vorhanden, Telefaxgeräte finden Sie in den Hauptpostämtern. Zur Benutzung der Münztelefone sind spezielle Jetons nötig, die Sie, wie auch die Telefonkarten, in Zeitungsläden und Postämtern erhalten. Die Hauptpostämter sind leicht an den PTT-Zeichen (schwarze Buchstaben auf gelbem Hintergrund) zu erkennen und montags bis samstags von 8.00 bis 24.00 Uhr, sonntags von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Kleine Postämter bleiben abends und am Wochenende geschlossen. Die Landesvorwahl von der Türkei nach Deutschland ist 00 49, nach Österreich 00 43 und in die Schweiz 00 41. Die Landesvorwahl der Türkei ist 00 90. Die Vorwahlnummern in der Türkei gelten in der gesamten Provinz, bei Inlandsgesprächen wählt man eine 0 davor. Handys funktionieren an der Küste und in den großen Städten.
Zwischen den einzelnen Städten verkehren Überlandbusse. Die Preise für Busfahrten sind sehr gering. Das Streckennetz der Bahn ist dagegen sehr begrenzt.
Taxifahren ist zwar teurer als der Bus, aber im Vergleich zu Deutschland immer noch sehr preiswert. Außerdem gibt es Sammeltaxen (Dolmus-Taxen). Diese Kleinbusse fahren bestimmte Strecken (steht in der Windschutzscheibe) und halten immer dann, wenn jemand ein- oder aussteigen möchte. Hier gelten Festpreise, die unter den Taxipreisen liegen. Die genauen Preise sind sehr verschieden, schauen Sie am besten, wie viel die Einheimischen zahlen.
Günstig sind auch Mietfahrzeuge. Mit dem Mietwagen kann man die Sehenswürdigkeiten des Küstengebietes auf eigene Faust erkunden. Autovermietungen findet man sowohl am Flughafen, als auch in vielen Ferienorten. Die großen, wichtigen Straßen sind inzwischen recht gut ausgebaut. Innerorts liegt die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Pkw bei 50 km/h, außerorts bei 90 km/h und auf Autobahnen je nach Beschilderung. Verkehrsverstöße jeder Art (z.B. nicht anschnallen, Alkohol) werden mit hohen Geldstrafen geahndet.
Etwas gewöhnungsbedürftig aber durchaus sinnvoll ist die Vorschrift, dass beim Überholen und vor uneinsehbaren Kurven gehupt werden muss. Damit sollen andere Verkehrsteilnehmer gewarnt werden. Die türkische Fahrweise ist oft etwas chaotisch, das erfordert große Aufmerksamkeit. Ebenso muss man bei den Straßenverhältnissen abseits der Hauptstraßen aufpassen, da diese häufig recht schlecht sind und nachts Hindernisse erst spät zu erkennen sind.
Bei einem Unfall muss immer die Polizei gerufen werden, um ein Protokoll zu erstellen. Dieses sollten Sie nur unterschreiben, wenn Sie es verstehen. Wenn Sie also kein türkisch können, unterschreiben Sie auch kein Protokoll in türkischer Sprache, sondern verlangen Sie eine Übersetzung. Außerdem können Sie bei Problemen in den Auslandsvertretungen nach Empfehlungen für Anwälte fragen.
Notruf: 155
Notarzt: 112
Feuerwehr: 110
Polizei: 155
Auskunft über Bereitschaftsdienste der Ärzte und Apotheken: 118
In der Türkei gilt im Winterhalbjahr die Osteuropäische Zeit (OEZ = MEZ + 1 Std.), von Ende März bis Ende Oktober die türkische Sommerzeit (OEZ + 1 Std.).
Folgende Artikel können zollfrei in die Türkei eingeführt werden: 200 Zigaretten, 50 Zigarren, 200 g Tabak, 5 l Spirituosen, 5 Flaschen Parfüm (120 ml), Geschenke im Wert von 256 Euro, Artikel für den persönlichen Gebrauch wie z. B. 1 Fotoapparat und 5 Filme, 1 Taschenrechner, 1 Reisewecker, 1 Videokamera und 1 tragbares Radio. Eine vollständige Liste erhalten Sie über das Generalkonsulat.
Waffen jeglicher Art und Messer dürfen ohne besondere Erlaubnis nicht eingeführt werden. Einfuhr, Handel und Genuss von Rauschmitteln jeglicher Art ist strengstens verboten.