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Belek

Sehenswürdigkeiten: Termessos

Römische Ruinenstadt in schöner Lage rund 1050 über dem Meeresspiegel auf einem Plateau gelegen. Sie ist eine der gut erhaltenen Anlagen in der Südtürkei. Die Einwohner wurden nach dem Hausberg "Solymos" Solymer genannt. Homer bezeichnet sie als "kriegerische Solymer", gegen die Bellerophon kämpfen musste. Von Bellerophon in der "Ilias" im 6. Gesang erzählt Homer: Der spätere Lokalheros v. Tlos kam als asylsuchender korinthischer Königssohn zu König Priotos nach Tiryns. Dort erging es ihm einst wie Josef bei Potifar. Priotos schickte ihn mit einem versiegelten Mordauftrag zum eigenen Schwiegervater nach Lykien. Dieser Iobates ließ Bellerophon gegen die Chimäre, die kriegerischen Solmyrer und die Amazonen kämpfen. Er erkannte schließlich seine sittliche Stärke und gab ihm seine lykische Tochter zur Frau. Damit hatte auch Tlos einen glanzvollen Ahnherrn in seiner Herrschergeschichte. Die Tüchtigkeit dieser Krieger lies auch Alexander d. Gr. an Termessos scheitern, der die Stadt nicht bezwingen konnte.

Die Termessier waren ziemlich aufmüpfig und lagen deshalb auch mit vielen ihrer Nachbarstädte im ständigen Streit. Um 200 v.Chr. legten sie sich schließlich auch noch mit dem gesamten Lykischen Bund an.

Unter den Römern kam die damals stark hellenistische Stadt zu Blüte und Wohlstand. Ein Beleg dafür sind die prächtigen Bauten und Gräber, die diesen Reichtum belegen. Mithridates, der Krieg gegen Rom führte, wurde von den Termessiern nicht unterstützt, was ihnen die Freundschaft Roms und die Garantie für ihre Unabhängigkeit einbrachte. Ein z.T. erhaltener Vertrag gestattet den Einwohnern von Termessos, den "Freunden und Bundesgenossen, ihre eigenen Gesetze zu gebrauchen" und Zölle zu erheben. Dieser Vertrag war für Termessos von so großer Bedeutung, dass sie nach dieser Vertragsunterzeichnung nach einer neuen Zeitrechnung bei Null begannen.

Stadtrundgang:

Sie beginnt in der Straße der Könige bei einem monumentalen Portal des ionischen Hadrian-Tempel-Propylons. Weiter zur unteren Befestigungsmauer mit Haupttor, 400 m weiter auf der Königsstraße befindet sich die obere Mauer in fast originaler Höhe. Eine Abzweigung führt zum Gymnasium. Ein Beispiel für die extravagante Architektur ist das gut erhaltene Theater. Das Odeion in der Nähe des Theaters ist noch sehr gut erhalten. Das erstklassig gearbeitete Mauerwerk bis zu 9 m ist noch sehr gut erhalten. Eine fast 6 m hohe Ruine in dieser Nachbarschaft könnte zu einem Tempel gehört haben. Näheres ist aber nicht bekannt. Ein kleiner Tempel südlich vom Odeion aus dem 3. Jh. könnte ein Nachbau eines Artemis-Tempels sein, wie eine Inschrift besagt. Westlich davon gibt es noch die Grundmauer eines großen Artemis-Tempels. Die Agora befindet sich nordwestlich auf einem mit Platten versehenen Platz. Dieser Platz ist unterhöhlt von riesigen Zisternen. Ein Heroon an der Agora steht auf einem Felsblock mit Bogennischen, in der sich einst Kultfiguren befunden haben. Attalos II v. Pergamon stiftete 145 v. Chr. und 300 Jahre später Osbaras ließen zwei Markthallen erbauen und stifteten sie der Stadt. Das große Römerhaus mit dem riesigen Frontportal von 6 m Höhe ist das "Haus des Gründers", der Attalos-Stoa. 70 m weiter am nordwestlichen Hauptweg steht ein weiterer Artemis-Tempel mit einer kompletten Rückwand bis zum einstigen Giebel. Wer rund 100 m weiter geht, unmittelbar vor der prächtigen Kolonnadenstraße, die mit Säulenhallen und Läden gesäumt war, kommt man zu dem wichtigsten Grab in Termessos, dem Alketas-Grab.