


Sehenswürdigkeiten: SideSide war seit Urzeiten als Ortschaft besiedelt. Nachweislich sprachen die Einwohner eine bis heute noch nicht zu entziffernde Sprache, die sich auf den Münzen seit 500 v. Chr. wieder findet. Inschriften, bis 300 v. Chr. nachweisbar, lassen auf eine bodenständige Urbevölkerung schließen, die diese in Wort und Schrift einmalige Sprache untereinander sprachen. Elemente aus der griechischen Sprache wurden entdeckt, Forscher betrachten sie als die uranantolisch-pamphylische Sprache. Nach dem 8. Jh. v. Chr. begann die Ansiedlung von griechischen Kolonisten, die aus Kyme, nördlich von Smyrna, zuwanderten, was zur Folge hatte, dass Griechisch allmählich zur Amtssprache wurde, und die ursprüngliche Sprache der Einwohner in Vergessenheit geriet. Doch erst im 2. Jh. v. Chr. taucht in der Münzschrift die griechische Sprache auf. Der Granatapfel als Symbol, der in der anatolischen Sprache "Side" genannt wird, findet sich auf den ersten Münzen bis hin zur römischen Kaiserzeit wieder. Nach der Seeschlacht vor Side um 190 v. Chr., in der Hannibals Flotte von der mit den Römern verbundenen Rhodiern in die Flucht geschlagen wurde, geriet auch Side immer mehr unter die Herrschaft der Piraten. Side bot ihnen eine Flottenbasis und einen großen Sklavenmarkt von internationalem Ruf. Hier wurden die Gefangenen der Seeräuber versteigert, was Side ein mehr als zweifelhaftes Image einbrachte. Wobei allerdings nicht der Sklavenhandel als solcher im schlechten Ruf stand, als kriminell galt nur, wenn Sklaven durch Piraterie gefangen genommen wurden. Doch der Ruf von Side hatte schon sehr viel früher stark gelitten. Der antike Kabarettist Stratonikus gab auf die Frage, wo denn die größten Schufte leben, zur Antwort: "In Pamphylien die Einwohner von Phaselis, auf der ganzen Welt, die von Side". Der großen Blüte in römischer Kaiserzeit folgten Niedergang und Verarmung. Doch mit der spätrömischen-byzantinischen Kaiserzeit um 500 n. Chr. setzt erneut ein allgemeiner Aufschwung ein. Side wurde Sitz des Metropoliten. Mit den Überfällen der Araber setzte der endgültige Niedergang ein. Im 10. Jh. n. Chr. siedelte der Rest von Sides Bevölkerung nach Antalya über, weil man sich dort sicherer fühlte. Anfang des letzten Jahrhunderts wanderte eine kleine kretische Moslemgemeinde in das Dorf Selimiye ein, das aber in dem heutigen touristischen Trubel völlig untergeht. 1947 wurde Selimiye von türkischen Archäologen ausgegraben. Stadtrundgang: Zenrum: Agora: Theater: Side selbst ist ein gemütlicher Touristenort mit allerhand Geschäften und Marktstände. Hier kann man die für die Türkei üblichen Waren wie beispielsweise Goldschmuck, Kleidung, Lederwaren oder Teppiche kaufen. Zur Unterhaltung am Abend gibt es in Side diverse Bars und Discos. Schon seit Jahren sehr beliebt ist die riesige Freiluftdisco "Oxid" am Ortsausgang von Side.
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