


Sehenswürdigkeiten: SillyonGemeinsam mit den Städten Attalaeye (Antalya), Perge, Aspendos und Side war Sillyon eine der bedeutendsten Städte im alten Pamphylien. Auch hier war der Seher Mopsos an der Gründung beteiligt. Abwandernde Teile griechischer Heere des Trojanischen Krieges ließen sich in Sillyon nieder. Erstmals wird Sillyon in der Mitte des 4. Jh. v. Chr. von dem Geographen Skylax schriftlich erwähnt. Die Stadt liegt weithin sichtbar auf ihrem Plateau inmitten einer Ebene und ist bei einem Ausflug dorthin gar nicht zu verfehlen. Wer von Antalya kommend ca. 22 km nach Eski Yürük und Asar Köyü abbiegt. Der Berg fällt nach allen Seiten relativ steil ab. Erbeben aber auch die birnenförmig in den Fels hinein gewölbten riesigen Zisternen, haben große Felsmassen an den Randbereichen des Felsplateaus herunterbrechen lassen. Dabei wurden noch in den letzten Jahrzehnten Gebäude, wie z.B. das Theater und das Odeion im Süden, mit in die Tiefe gerissen. Immer noch beeindruckt die Lage der Stadt. Ausgehend von der hufeisenförmigen Toranlage mit zwei Tor-Türmen gelangt man über eine riesige Rampenanlage zum oberen Tor am Rand des Plateaus. Eine Mauer aus hellenistischer Zeit mit hohen Türmen stützt eine Rampenstraße von 5 m Breite. In der oberen Rampe fehlt heute ein Stück. Eine weitere Mauer verläuft vom unteren Tor bis zum großen rechteckigen Turm, die später zum Schutz des erweiterten Stadtteils diente, und zwar für diejenigen Bewohner, die in der Ebene ihrer Arbeit und Geschäften nachgingen. Am Südwestzipfel des Plateaus befindet sich der zentrale Punkt der Stadt. Ein byzantinischer Großbau befindet sich südlich vom oberen Tor. Schräg südlich stehen wahrscheinlich die Reste eines Gymnasiums bis in eine Höhe von 6 m. Erhalten sind 10 Fenster verschiedener Größe mit feinen Gewänden und den Falzen für die Fensterläden. Alles steht noch einwandfrei gerade. In einem kleinen hellenistischen Gebäude finden wir Inschriften in pamphylischer Sprache am Türpfosten. Interessant ist die Länge der Texte. Sie gibt Aufschluss über die vielen Details dieser Sprache, da sie sonst auf Gräbern und Postamenten nur als Kurzschrift bekannt ist. Grundsprache ist jedoch griechisch, wie auch das Alphabet. Die restlichen Stufen des Theaters im Süden geben den Blick nach Perge frei, wo die Einwohner von Sillyon vielleicht auf den beeindruckenden Artemis-Tempel blicken konnten. Terrassierungen und Treppen führen in die Wohnviertel von Sillyon. Am Ende des Viertels erblicken wir Reste einer Mauer und eines kleinen Tempels. Bei unserem weiteren Rundgang entdecken wir Gräber, die vom Fels abgerutscht sind.
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