english russian
Immobilienbüro Nummer 1 in Antalya, Belek
Villen in BelekAppartements in Belek
Villen in Antalya Appartements in Antalya
Belek

Sehenswürdigkeiten: Perge

Ebenso wie Aspendos führt Perge seine Gründung auf die beiden Seher Mopsos und Kalchas nach Ende des Trojanischen Kriegs zurück. Erwähnt wird Perge aber erst im Zusammenhang mit Alexander d. Gr., der die Stadt ohne Probleme einnehmen konnte, da sie über keinerlei Befestigungen verfügte. Unter den Seldschuken war Perge eine Garnison und genoss unter den pergamenischen Königen das Privileg großer Freiheit mit eigenem Münzrecht. Die Vorliebe der Einwohner für den Artemis-Kult machte die Göttin zum beherrschenden Motiv auf den Prägestöcken und in der Kunst. Auch während der christlichen Zeit verehrten die Perger in der hl. Maria ihre einstige Göttin und betrachteten Jesus als ihren Apollon. Das Heiligtum, die im heimischen Dialekt "Vanassa Preiia" genannte Artemis, war von höchstem göttlichem Rang. Entsprechend waren die Weihegaben für ihren Tempel. Diese Gaben wurden von einer Kaste aus Priestern und Priesterinnen verwaltet, die ausdrücklich keine Jungfrauen sein mussten. In der sozialen Hierarchie waren diese Priester und Priesterinnen hoch angesehen, da sie den Kult um die Göttin Artemis zu beaufsichtigen hatten. Wie überhaupt aus Quellen in Perge hervorgeht, dass die meisten Mitglieder der Götterversammlung in Anatolien weibliche Göttinnen waren.

Berüchtigt war der Quästor von Kilikien, Gaius Veres, der u.a. auch den Artemis-Tempel in Perge plünderte, um sich an den Schätzen persönlich zu bereichern. Während der Bürgerkriegszeit herrschte in Perge Anarchie und die Bevölkerung litt sehr unter diesen Zeiten.

Unter den römischen Kaisern gelangte Perge wieder zu Frieden und Wohlstand. Aus dieser Zeit stammen die meisten der heute vorhandenen Bauten. Schon früh nahm Perge das Christentum an. Paulus und Barnabas wurden anlässlich ihres ersten Besuches für Hermes und Zeus gehalten und als Götter gastlich aufgenommen. In byzantinischer Zeit war Perge Bischofssitz, was die Bedeutung der Stadt hervorhebt.

Rundgang durch Perge:
Theater:

Es ist ein typisch griechischer Theaterbau, bei dem die Form des Zuschauerraumes über den Kreis hinausgeht. Die Zugänge befinden sich zwischen dem zum Teil in voller Höhe erhaltenen Bühnengebäude und dem Zuschauerraum. Das Theater fasst bis zu 14.000 Zuschauern. Es ist teils noch recht gut erhalten, teils jedoch in sehr marodem Zustand. Doch die ursprüngliche Form und Ausstattung ist immer noch gut erkennbar. Die Ausstattung der Bühnenfront mit Reliefs und Friesen aus Marmor, Portal- und Wandverkleidungen, Sockeln und Nischen mit Statuen geben uns einen Eindruck von dem, wie das Theater damals ausgesehen haben muss. Von den oberen der 48 Sitzreihen hat man einen schönen Blick über die gesamte Ruinenstadt. Ursprünglich befand sich oben eine umlaufende Arkadengalerie, die nach außen hin geschlossen war. Die Außenfront erhielt später mit einer als Nymphäum vorgesetzten 12 m hohen Fassade eine prächtige Ausstattung, vor der man noch 5 große Brunnennischen sehen kann.

Stadion:

Gegenüber dem Theater liegt das Stadion. Es ist in einem sehr guten Erhaltungszustand. Die Arena ist bis auf die offene S-Schleife mit allen Sitzreichen vorhanden. 15000 Zuschauer hatten im Stadion Platz. Die 50 vorhandenen Tunnelgewölbe dienten teils als Zugänge zum Stadion, teils als Verkaufsstände.

Stadtbezirk:
Man betritt den Stadtbezirk durch das südlich gelegene römische Haupttor der großen Mauer. Der aus hellenistischer Zeit stammende innere Teil der Mauer wurde im 3. Jh. v. Chr. um das Zentrum der unteren Stadt erbaut. Im 4. Jh. n. Chr. wurde die Mauer in einem größeren Umfang ergänzt. Etwa 60 Schritte entfernt steht die 2. hellenistische Toranlage mit Rundtürmen in voller Höhe und gut erhaltenem Quadermauerwerk. Die runden Mauertürme sind ein Wahrzeichen der Stadt. Auf den Mauer- und Turmsockeln hatte man von Göttern, Honoratioren und großen Sportlern Weihe- und Ehrenstatuen aufgestellt. Historische Inschriften sind interessante Zeugen aus alter Zeit. So wurden im Bezirk des südlichen Tores mehrere Weihestatuen, in der Stadt selbst insgesamt 22, vor der Stadt zu Ehren der Plancia Magna oder von Plancia Magna zu Ehren der römischen Kaiserfamilie gefunden. Plancia Magna, die um 120 n. Chr. Chefpriesterin der Artemis und der Muttergöttin war, nahm mit dem "Amt des Demiurgos" die höchste Stelle in der Stadt ein. Ihr Grab befindet sich südöstlich vom südlichen Tor.

Die Stadtplanung selbst ist typisch römisch. Die nicht ganz gerade Hauptstraße führt von weit außerhalb des südlichen Tores bis zum Nymphäum unterhalb der Akropolis. Von dort bis zum Tor war die Straße ca. 0,6 km lang. Säulenhallen und Ladenketten flankieren die Prachtstraße.

Agora:
Östlich vom südlichen Tor steht der Rundtempel der Glücksgöttin Tyche. Stadteinwärts befinden sich stattliche Palastruinen aus der Kaiserzeit. Zwischen Nymphäum und dem westlichen Tor sehen wir die große Palaestra, die traditionsgemäß Teil eines großen Gymnasions ist. Dieses Gebäude ist das älteste außerhalb der ursprünglichen Stadtmauer. Am West-Tor befindet sich eine Thermenanlage.

Nekropole:
Die Hauptnekropole liegt außerhalb des West-Tores. Die schönsten Sarkophage, Statuen und Inschriften der Nekropole befinden sich im Museum von Antalya.