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Sehenswürdigkeiten: Aspendos

Die Geschichte von Aspendos beginnt mit dem Ende des Krieges um Troja. Nach der Überlieferung wurde Aspendos, wie auch Perge und Side, von den berühmten Sehern Mopsos und Kalchas gegründet. Beide befanden sich mit dem griechischen Heer auf dem Rückzug (um 1200 v. Chr.) und siedelten sich hier an. Der Lyderkönig Krösos nahm zu Beginn des 6. Jh. v. Chr. Aspendos ein. Nach dem Sieg von "Kyros" über Krösos wurde die Stadt 546 v. Chr. persisch. Im frühen 5. Jh. prägte Aspendos eigene Silbermünzen.

Xerxes sammelte 469 v. Chr. ein großes Heer und eine riesige Flotte vor Aspendos, um gegen die Athener und den Delischen Seebund einen Krieg zu führen. An der Mündung des damals schiffbaren Flusses Eurymedon bei Aspendos wurden Heer und Flotte durch den athenischen Feldherrn Kimon geschlagen. Doch 386 v. Chr. erlangen die Perser nach dem verloren gegangen Krieg gegen Sparta die Herrschaft über die Städte von Kleinasien wieder zurück. Alexander d. Gr. löst die Perser 333 v. Chr. ab. Gesandte aus Aspendos, die ihm entgegenkommen, bieten ihm die Unterwerfung an und bitten darum, auf eine Besatzung zu verzichten. Man einigt sich auf eine Entschädigung von 50 Goldtalenten und Pferde. Vor Sillyon erfährt Alexander, das Aspendos die Vereinbarungen nicht einhalten will. Sofort kehrt Alexander zur Überraschung der Einwohner von Aspendos zurück, nimmt die Stadt ein, und fordert eine zusätzliche Entschädigung von nochmals 50 Goldtalenten, nimmt gutbetuchte Bürger als Geiseln und erhebt einen Jahrestribut.

Unter den Römern wird Aspendos zur Stadt ausgebaut und kommt zu Wohlstand. Grundlage ist der Salzreichtum aus dem schon von Strabon erwähnten Krepria-See. Trocknete dieser See im Sommer aus, lag das Salz zum Abbau bereit. Weitere Handelsgüter waren Mais, Zierrat aus Rosenbaum, Wein und Pferde. Pferde aus Aspendos waren überall im Reich begehrt. Doch die Verlandung des Hafens, das Aufblühen der Stadt Antalya und der byzantinische Zentralismus führten schließlich zum Verfall von Aspendos.

Bekannt ist das römische Theater von Aspendos, das zu den größten der Antike zählt und immer noch sehr gut erhalten ist. Es entstand im 2. Jh. v. Chr. durch den Architekten Zenon im Auftrag der Brüder Curtius während der Herrschaft von Mark Aurel. Das Theater wurde laut Inschrift "Den Göttern des Landes und des Kaiserhauses gewidmet". Anders als bei den griechischen klassischen Theatern ist das Theater von Aspendos nach außen hin völlig geschlossen. Dem Halbrund der Cavea - die an der oberen Sitzreihe einen Durchmesser von 95,5 m hat, ist eine 30 m hohe Bühnenfassade vorgebaut. Diese "scenae frons" von 62 m Breite ist vielfältig gegliedert und man zog sie als variable Kulisse in die Aufführungen mit ein. Im Gegensatz zu den griechischen Theatern, die den Blick in die Landschaft zuließen, ist dies beim Theater von Aspendos nicht möglich. Hier konzentriert sich alle Aufmerksamkeit auf die Bühne. Das Besondere an diesem Theater ist seine hervorragende Akustik. Maximal 20.000 Besucher haben in diesem Theater Platz, dass auch heute noch häufig für Veranstaltungen und Festivals genutzt wird. Sehr zur Freude der Einheimischen und Touristen. Jeden Sommer werden hier Opern und Ballettstücke aufgeführt. Wer also erfahren will, wie die Atmosphäre bei den Theateraufführungen zur Zeit des Römischen Reiches war, der sollte eine Vorstellung im Amphitheater von Aspendos besuchen. Einige Stammplätze wurden schon in der Antike signiert. Die beeindruckende Außenfassade misst 120 m in der Breite. In den unteren Geschossen der Fassade, die ein Konglomerat aus Kammern und Gängen in zwei Etagen enthält, sind in der unteren Etage fünf Türen, von wo aus die Schauspieler die Bühne betreten können.

Die Oberstadt von Aspendos lag auf einem Doppelhügel von über 40 m Höhe. An den kleinen Hügel lehnt sich das Theater, auf dem größeren Hügel lag das Stadtzentrum. Der steile Eingang zur Stadt wurde nur durch ein kleines Tor gesichert. Das Haupteingangstor liegt südlich vom Theater. Auf der Hügelkuppe finden wir die Reste der Agora und Basilika, von Versammlungsgebäuden, Nymphaeum und Eksedra. In der unteren Stadt befinden sich Theater, Badehäuser, Wasserbogen, Tempel und Nekropolen. Es ist bekannt, dass die Stadtmauern von Aspendos in der hellenistischen Zeit erbaut und später unter den Römern und Byzantinern repariert wurden.

Aspendos liegt rund 48 km östlich von Antalya. Man fährt über eine sehr gut ausgebaute Landstraße Richtung Mersin. Kurz hinter der Stadt Serik, von Antalya kommend, biegt man bei dem gelben Hinweisschild ab und nach rund 8 km ist Aspendos erreicht.